BARCELONA

So viele haben mir von Barcelona vorgeschwärmt und dann dachte ich mir, einmal muss ich auch da gewesen sein um wenigstens mitreden zu können. Also bin ich zusammen mit meiner Mama vom 01. bis zum 04. November in die katalonische Hauptstadt geflogen.

Hin ging es mit Vueling Airlines. Die war relativ günstig, dafür bekommt man im Flieger aber so gut wie nichts. Nur ein Getränk und das war`s. Bei ca. eineinhalb Stunden Flug aber auch völlig ausreichend.

Am Flughafen angekommen haben wir uns nach einem Shuttle umgesehen, der direkt ins Zentrum fährt. Draußen stehen viele Reisebusse die nur 5€ pro Person verlangen. Somit könnt ihr euch ein teures Taxi sparen.

Nach ca. 40 Minuten lässt uns der Bus am Placa Catalunya raus. Perfekt, gleich bei unserem gebuchten Hotel dem "H10 Universität".

Falls ihr noch kein Hotel gebucht habt, dann schaut euch dieses bitte an. Es ist super zentral gelegen, die Zimmer sind top modern eingerichtet (mit Regendusche und alles aus hellem Sandton) und das Frühstücksbuffet- so was habe ich noch nie gesehen! Zur Begrüßung gab es gleich ein Glas Sekt und sie haben eine schöne Dachterrasse mit Blick über die Stadt. 

Falls Ihr Fotos vom Hotel sehen wollt, dann könnt ihr mir gerne schreiben, ich schicke sie euch gerne zu. :) Hier der Link zum Hotel:

 

https://www.h10hotels.com/de/hotels-barcelona/h10-universitat

 

TAG 1

Da es unser erstes Mal in Barcelona war wollten wir natürlich auch die ganzen Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Ich empfehle euch eine "Hopp on Hopp off" Tour zu buchen. Das habe ich bisher in jeder Stadt gemacht in der ich mich nicht auskannte, denn so hat man schon mal einen Überblick wo was ist und ihr könnt euch die öffentlichen Verkehrsmittel sparen. Es gibt Tickets für einen, zwei oder drei Tage und zwei unterschiedliche Routen. Also am ersten Tag gleich mal mit dem typisch roten Doppeldeckerbus gefahren und so haben wir schon ziemlich viel gesehen.

Wie beispielsweise die Sagrada Familia, hier sind wir ausgestiegen und haben einen günstigen Moment erwischt, wir mussten überhaupt nicht anstehen. Die muss man in jedem Fall gesehen haben! Außen auf der Kirche ist die Geschichte von Jesus in Stein gemeißelt und innen sind riesengroße, wunderschöne, bunte Kirchenfenster. 

 

Gegen Abend sind wir am Castell de Montjuic angekommen, ein schöner Aussichtspunkt mit Blick über die ganze Stadt und den Hafen. 

 

Ein kleiner Hinweis für die Frauen: Falls ihr alleine reist oder nur eine Frauengruppe seit, dann passt in der Dunkelheit auf. In Barcelona wird es ziemlich schnell dunkel und wir waren noch auf dem Aussichtshügel als wir zu unserer Bushaltestelle gelaufen sind. Plötzlich waren wir zwei Frauen dann alleine obwohl es ein beliebter Touristenpunkt ist. Um uns sind dann immer wieder komische Typen und auch eine Gruppe Männer mit Frauenhandtaschen rumgeschlichen, da wurde es uns schon ziemlich murmelig und als der Bus endlich kam, waren wir wirklich erleichtert. Ich will euch keine Angst machen denn unten in der Stadt kann man ohne Bedenken nachts ausgehen nur seit ein wenig wachsam :).

TAG 2

Barcelona wird in verschiedene Stadtviertel unterteilt. Eines nennt sich Barri Gòtic. Das Barri Gòtic ist das Zentrum der Altstadt. Die Straßen und Gassen sind eng und verwinkelt, an vielen Stellen öffnen sich die kleinen Straßen zu Plätzen. Hier kann man wunderbar spazieren und viele kleine Geschäfte eignen sich gut zum shoppen.

Da wir heute an den Strand wollten (Stadtteil Barceloneta) liegt die Altstadt auf unserem Weg. Wir haben so viel eingekauft dass wir es fast nicht mehr an den Strand schafften, total erschöpft setzten wir uns an die Blue Beach Bar. Ich trank meinen ersten Sangria, kleine Snacks gibt es auch zu essen, alles serviert von tätowierten, sehr heißen Spaniern ;) Es ist wirklich, wirklich schön hier. Man kommt ein bisschen runter und kann den Surfern zuschauen.

 

Nach ein paar Stunden fuhren wir mit der Metro zurück und stiegen an den Ramblas aus. Es ist die wohl bekannteste Straße in Barcelona. Rechts und links reiht sich ein Lokal und Geschäft nach dem anderen. Hier ist alles sehr touristisch.

Was man allerdings gesehen haben sollte, ist der Mercat de la Boqueria. Sie ist die schönste Markthalle der Stadt. Es gibt Obst- und Gemüsestände, sie sind ein wahres Feuerwerk an Farben und Köstlichkeiten. An den Fischständen findet man alles was lebendig aus dem Meer gefischt werden kann. An den Gewürzständen duftet es und die bunten Süßigkeiten Stände lassen einen staunen, was man alles aus Schokolade machen kann. 

Weil wir Hunger hatten setzten wir uns an einen kleinen Fischstand. In der Auslage gab es frische Meeresfrüchte und Fische. Die Preise sind ganz schön gesalzen aber man ist ja schließlich im Urlaub und kann sich was gönnen. Wir bestellten jeder einen Meeresfrüchtesalat dazu Brot und ein Glas Weißwein. Alles wurde vor unseren Augen frisch zubereitet. Es schmeckte einfach himmlisch.

 

TAG 3

Diesen Tag widmeten wir nur Antonio Gaudi.

Nicht weit von unserem Hotel entfernt befand sich das Casa Batlló. Am Passeig de Gracia wirkt das Casa Batlló als sei es aus Knochen gemacht. Die Balkone wirken wie große Unterkiefer, die Fenster zieren Säulen die wie Gebeine wirken. Die Außenwand des Gebäudes wirkt durch seine Farben wie ein Korallenriff und die Wellen in der Fassade erinnern an das Meer. Hier hätten wir sehr lange anstehen müssen und sind deshalb nicht hineingegangen. Außerdem ist Barcelona nicht gerade günstig, sie verlangen überall Eintritt und das auch nicht wenig. Aber auch schon von außen ist es ein schönes Fotomotiv.

 

Nur ein paar Straßen weiter befindet sich das Casa Mila. Das sollte man allerdings von innen gesehen haben. Wir sind ganz früh aufgestanden, sodass wir hier eine der ersten waren. Das schönste für mich war die Dachterrasse. Die ganze Terrasse ist schief gebaut worden und so schön bunt! Auch im inneren ist das Haus sehenswert.

 

Die letzte Station ist der Parc Güell. Es ist übrigens alles wunderbar mit der U-Bahn zu erreichen. Zum Parc Güell muss man allerdings ca. 20 Minuten zu Fuß laufen und es geht auch bergauf. Zuerst fährt man mit einer Rolltreppe den Hang hinauf. Hab ich so auch noch nie gesehen und oben angekommen hat man noch einmal einen Blick über die ganze Stadt. Dann noch ein paar Meter zu Fuß und der Eingang erscheint vor einem. Uns war der Eintritt zu teuer und wir haben gedacht, dass wir den Park auch gut von außen sehen können. Im nachhinein war es glaube ich die falsche Entscheidung und bei meinem nächsten Besuch werde ich das nachholen.

TAG 4

Für den letzten Tag hatten wir uns den Hafen Port Vell mit dem Einkaufszentrum Maremagnum aufgehoben. Über die Ramblas schlenderten wir zum Hafen, blieben auf dem Weg dorthin bei dem Kolumbusdenkmal stehen und knipsen Fotos von den Hafengebäude der Verwaltungs- und der Zollbehörden mit den Löwen auf dem Dach. Alles ist von Palmen umsäumt, in denen grüne Papageien ihr Zuhause gefunden haben. Hier bieten viele fliegende Händler ihre gefälschten Handtaschen, Sonnenbrillen und Turnschuhe an.

Als erstes springt einen die große Brücke ins Auge. Links davon befindet sich der Hafen für die Segelboote. 

Auf der anderen Seite der Brücke befindet sich das Maremagnum. Hierbei handelt es sich um ein Shopping-Center mit vielen kleinen Geschäften, Boutiquen, Restaurants und Bars. Das Aquarium soll sehr sehenswert sein, allerdings hat uns das nicht so interessiert, das habe ich auch bei mir zuhause.

 

Da in ein paar Stunden unser Flieger nach Hause ging setzten wir uns auf eine Bank auf der Brücke, die Möwen leisteten uns Gesellschaft. Klingt vielleicht absurd aber dass war für mich der schönste Moment in Barcelona. Ich hatte mein Handy mit Musik dabei, wir haben uns gesonnt und man konnte für eine halbe Stunde alles vergessen und nicht an das kalte München denken. 

Abschließend kann ich sagen, es war ein super schöner Kurztrip. Vier Tage haben vollkommen ausgereicht wobei man natürlich auch zwei Wochen hier verbringen könnte. Barca wird mich auf jeden Fall wieder sehen!

Eure Vettori