VERONA

Für drei Tage war ich in Verona, habe wahnsinnig gut gegessen, unheimlich viel eingekauft und ein unvergesslichen Abend gehabt, denn ich habe mir in der Arena von Verona die Oper Aida angesehen. Es war traumhaft schön und das muss jeder mal erlebt haben!

Anreise

Wir sind von München nach Verona Porta Nuova mit dem Zug gefahren, hatten dafür das Europa Sparticket für 39 Euro.

Unterkunft

Gebucht habe ich das süße, kleine B&B Casapiu Piazza Erbe mitten im Zentrum. Geführt wird es von zwei Männern Marco und Moreno, die wahnsinnig bemüht und herzlich sind. Die Pension liegt im dritten Stock eines Wohnhauses und eine Wohnung wurde zu dem Bed&Breakfast umgestaltet. Die Zimmer sind stylisch und modern eingerichtet und kosten ca.40 Euro pro Person. Zum Frühstück gibt es alles was man sich wünscht. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Was gibt es zu sehen

....sehr viel, aber ich zeige euch hier nur die wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten. Es lohnt sich einen Verona Pass zu kaufen wenn man 3 Tage in der Stadt ist und vor hat alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern.

Casa di Giulietta - ein Muss für jeden Touri, vor und in dem Durchgang stehen immer viele Menschen die ihre Namen an die Wände kritzeln. In dem Hof befindet sich das Haus und die Statue von Julia.

Torre dei Lamberti - Nachdem man alle Stufen erklommen hat (Aufzug gibt es auch) wird man mit einem schönen Blick über die Stadt belohnt

Piazza Bra, Piazza delle Erbe und Piazza dei Signori- drei große schöne Plätze mit Marktständen und vielen Restaurants

Castel San Pietro - Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt am besten wenn die Sonne untergeht hinaufsteigen, dann bekommt man die besten Fotos

Arena von Verona- auch wenn man kein Veranstaltung besucht, reingehen kann man trotzdem

Scaligero Brücke  mit Castelvecchio - schöne Kulisse

Chiesa di Sant´ Anastasia - schöne kleine Kirche

Scaliger-Gräber - das sind die Gräber der berühmtesten Familie in Verona

Wo gibt es das beste Essen?

Die besten Nudeln in meinem bisherigen Leben habe ich in einem kleinen feinen Lokal am Piazza dei Signori im La Locanda dei Capitani gegessen. Das Restaurant ist relativ teuer aber ein paar Gerichte auf der Karte sind normalpreisig. Darunter auch die Tagliere mit Gemüse und Meeresfrüchten.

Die Oper in der Arena von Verona

Man muss es einfach einmal erlebt haben unter freiem Himmel die Oper von beispielsweiße Aida sehen und hören. Anfangs habe ich gedacht dass mich das langweilen wird, denn ich höre privat kein Klassik geschweigenden Opern. Aber das war überhaupt nicht so. Keine Sekunde habe ich mich gelangweilt oder nicht aufgepasst es war das schönste Erlebnis was ich bisher hatte.

 

Die Karten wurden im Internet gekauft und haben 99 Euro gekostet. Der Preis wird je Reihe anders festgelegt. Zuerst kommen die Steintreppen. Dort sind die Karten verständlicherweise am günstigsten, man sitzt auf hartem Steinboden (daher ein Sitzkissen nicht vergessen) und sieht nicht wirklich viel. Nehmt auf jeden Fall auch ein Fernglas mit denn ohne erkennt ihr sonst die Gesichter und Kostüme nicht richtig. Die Akustik ist aber fantastisch obwohl die Künstler ohne Mikrofon singen hört man alles (auch jeden Huster des Publikums). Dann kommen die Hartschalensitze, die jedoch ganz bequem sind und dann die teuerste Kategorie das Parkett.

An der Kleidung erkannt man gut wo wer sitzt. Wer denkt sich großartig auf Brezeln zu müssen liegt hier komplett falsch außer man sitzt in den ersten Reihen. Die Leute sind mit Sandalen, kurzer Hose und T-shirt gekommen. Ich fand das eher unpassend muss aber jeder selber entscheiden. Ein Kleid gehört sich meiner Meinung nach schon.

Die Oper hat insgesamt 3 Stunden gedauert mit einigen Pausen, wobei sich der Spielbeginn verzögert hatte. Kurz vor Einlass um 19 Uhr gab es ein starkes Gewitter, das nur 10 Minuten gedauert hat, danach war alles wieder trocken, aber die Bühne musste trotzdem komplett abgebaut und somit wieder alles neu aufgebaut werden. Sitze mussten trocken gewischt werden usw. Nun sind wir erst um halb 9 in die Arena eingelassen worden und somit sind wir erst um Mitternacht aus der Arena geströmt. Das ist der einzige Nachteil den eine Freiluft Arena hat.

 

Am Eingang hat jeder eine Kerze bekommen die man zu Beginn anzünden sollte. Das gab ein wunderschönes Bild. Die Sonne ist langsam unter gegangen und es wurden 22.000 Lichter angezündet.

Die Oper hat erst begonnen als die komplette Arena still war, erst dann ist der Dirigent unter Applaus auf die Bühne gekommen. Als die erste Geigen angefangen haben zu spielen ist in genau dieser Sekunde ein warmer Lufthauch durch die Arena gegangen. Ein Gänsehaut Moment.

Fazit: Die Oper ist nicht nur für Klassikfans sondern wirklich für jeden etwas. Es ist nicht nur die Musik sondern auch das Bühnenbild und die Kostüme die das ganze spannend machen.